Details zur florafuel-Anlage

Die florafuel-Anlage

Grundlastfähige Bioenergie aus feuchter Biomasse

Mit der florafuel-Anlage erhalten Kommunen, Landwirten sowie Betreibern von Kompost- und Biogasanlagen eine innovative Technologie, die es ermöglicht, feuchte Biomasse und biogene Reststoffe in CO2-neutrale Energieträger umzuwandeln. Geeignet zur Aufbereitung sind unter anderem Gras und Feuchtwiesenschnitt, Straßenbegleitgrün, Laub, Silage und Fermentierungsabfälle. Dabei bestechen die in florafuel-Anlagen (vgl. Bild unten) gewonnen Energieträger in Form von Pellets und Briketts nicht nur durch einen hohen Brennwert, sondern auch durch eine äußerst positive Energiebilanz. Somit werden bislang nicht genutzte Energieressourcen wirtschaftlich rentabel und Umwelt schonend energetisch nutzbar.

Deutlich höherer Energieertrag als bei Vergärung

Die aktuelle Generation der florafuel-Anlage besitzt bereits eine Durchsatzleistung von bis zu drei Tonnen feuchter Biomasse (Gras) pro Stunde und ermöglicht in der Stunde eine Pellet-Produktion von bis zu 550 kg. Der Energiegewinn je Tonne Pellet beträgt (unter Berücksichtigung des Energiegehaltes des Presswassers) 3.580 kWh (87% Trockensubstanz). Das heißt: Betreiber einer florafuel-Anlage erzielen je Tonne Frischgras (20% TS), die über das florafuel-Verfahren in Brennstoff umgewandelt wird, einen Energiegewinn von 620 kWh. In diesem Kontext zeigen Berechnungen, dass der Energieertrag aus einer Tonne Frischgras, die in einer florafuel-Anlage zu Brennstoff aufbereitet wurde, um rund 15 Prozent höher liegt als der mittels Vergärung der Ganzpflanze in eine Biogasanlage erzielte Energieertrag. Findet die Produktionswärme der Biogasanlage keine Verwendung, übersteigt der über das florafuel-Verfahren aus einer Tonne Frischgras gewonnene Energieertrag den durch Vergärung erzielten Energieertrag sogar um rund das 3,4-Fache.

Teilbereich der florafuel-Anlage (Testumgebung)

 

Legt man die aktuelle (oben genannte) Durchsatzleistung zu Grunde und unterstellt (realistisch betrachtet) eine jährliche Auslastung der florafuel-Anlage von 5.000 Betriebsstunden, lassen sich je florafuel-Anlage jährlich CO2-neutrale Brennstoffe mit einem Energiegehalt von rund 11.100 MWh bereitstellen. Das entspricht einem Heizöläquivalent von rund 1,12 Millionen Liter oder anders formuliert: einem jährlichen Einsparpotenzial von über einer Millionen Liter Heizöl. Das bedeutet: Durch die Nutzung der in einer florafuel-Anlage erzeugten Biobrennstoffe ließe sich der CO2-Ausstoß um jährlich 2.900 Tonnen reduzieren. Zudem verhindern florafuel-Anlagen die Emission von Spurengasen, insbesondere von Methan, Lachgas und Ammoniak, wie sie bei der Intensiv- oder Nachrotte der Kompostierung sowie Vergärung bzw. bei der Ausbringung der Gärreste anfallen.

Betrachtet man die signifikant bessere Energiebilanz von florafuel-Anlagen gegenüber der der Energieerzeugung durch Vergärung in Biogasanlagen sowie die Wirtschaftlichkeit und Umweltschutzvorteile der florafuel-Technologie, stellt der Einsatz von florafuel-Anlagen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine mehr als attraktive Alternative zur vergleichbaren Formen der Energieerzeugung aus Biomasse dar.