Anwendungsbeispiel

Einsatz in Biomassehöfen

Nutzung des florafuel-Verfahrens in Biomassehöfen

Das florafuel-Verfahren bietet das Potenzial, dass es auch in Biomassehöfe wirtschaftlich rentabel eingebunden werden kann. Die Stoffströme, etwa  Landschafts-Pflegematerial, teilen sich bei der Anlieferung zur Verarbeitung wie in der nachfolgenden Skizze veranschaulicht auf.

Schaubild 1: Das florafuel-Verfahren eingegliedert in einen Biomassehof

 

Die Heizwerte der optimierten Biomassebrennstoffe (Gras, Grassilage, Laub und Fermentierungsabfälle) liegen in Abhängigkeit der aufbereiteten Biomasse zwischen 17 bis rd. 18 MJ/kg (wf). Im Vergleich liegt der Heizwert von Holzpellets bei ca. 17,5 MJ/kg bis 19,5 MJ/kg (wf). Die erzeugten Energieträger können als Mono- oder als Mischbrennstoff, wie Laub-/Holzpellet oder Gras-/Holzbrikett bereitgestellt werden.

Tabelle 1: Heizwert und Aschegehalt ausgewählter florafuel-Brennstoffe

 

Das florafuel-Verfahren reduziert den Aschegehalt im Vergleich zum Ausgangsmaterial, da mineralische Anteile (bspw. Sand und Steine) ausgewaschen werden. Zudem sondert das Verfahren Fremdanteile wie Metalle aus. Dadurch wird die Brennstoffqualität der Pellets und Briketts signifikant erhöht. Ein weiterer Vorteil: Durch das Separarieren der Fremdstoffe werden die Verschleißkosten der Anlage minimiert. Eine Entsorgung des Waschwasser erübrigt sich, da dieses direkt in der Anlage aufbereitet und wiederverwendet werden kann.

Inhaltsstoffe der Energieträger

Die bekannten verbrennungstechnisch bedenklichen Inhaltsstoffe, wie Chlor und Kalium werden durch das florafuel-Aufbereitungsverfahren drastisch reduziert. Das ist wichtig, da Chlor bei der Verbrennung korrosiv wirken kann.

Tabelle 2: Reduktion bedenklicher Inhaltsstoffe bei ausgewählten florafuel-Pellets

 

Wie die Tabelle aufzeigt, wird der Kaliumgehalt beim florafuel-Verfahren um bis zu 84 Prozent verringert. Kalium hat Einfluss auf das Ascheschmelzverhalten und kann bei erhöhten Werten zu Versinterungen (Ablagerungen) an den Wärmeaustauschflächen und den Feuerungsrosten führen.

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